INNOVATIVES NETZWERK FÜR WELTWEITES WIRKEN

Bergbauminister und Delegation aus Kenia zu Besuch beim GKZ

Um die beteiligten Institutionen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, begleiteten den Minister auch der Direktor des Bergbauamtes, Raymond Mutiso, der Rektor der Taita Taveta University, Prof. Hamadi Iddi Boga, sowie weitere hochrangige Mitarbeiter. Das CEMEREM Projekt befasst sich mit der Einrichtung von Studiengängen, die Durchführung von Weiterbildungen im Bergbau- und Umweltbereich, die Ausstattung von Laboren, die Entwicklung von Kooperationen für Promotionen und die Schaffung von Netzwerken mit Industriepartnern in Deutschland und Ostafrika. Hinzu kommt der wissenschaftliche und interkulturelle Austausch, sowohl auf Studentenebene als auch auf Ebene der Lehrenden.

Der vom Leiter des GKZ AK Afrika Prof Jan Bongaerts und Frau Liu Jiangxue vom IMRE organisierte Aufenthalt in Freiberg führte die kenianische Delegation zunächst ins Sächsische Oberbergamt und und danach in die Reiche Zeche. Neben dem Hausherrn Prof. Helmut Mischo stellten Vertreter von Beak Consultants, GUB Ingenieur AG, IBES GmbH und Helmholtz Institut für Ressourcentechnologie das sächsische Know how der sehr interessierten Delegation vor. Geschäftsführer GKZ, Dr. Reimer, führte in das Leistungsspektrum und die Referenzen in Afrika im Bereich EZ, TZ und F&E ein. Seinerseits führte der Minister in einem sehr professionellen Vortrag in das „Bergbauland“ ein, in dem der Bergbau eine Wachstumsrate von 14,7 % einnimmt. Kenia plant zudem den Ausbau des Strommarktes von 2,422 auf 5,000MW über Wind, Geothermie, Wasserkraft und das nicht nur über Großprojekte. Kenias Wirtschaft ist die fünftgrößte Ökonomie in Subsahara Afrika und die neuntgrößte in Afrika; sie erwirtschaftet 40% des BSP in der Region.

In seiner National Vision 2030, so Minister Kazungu gibt Kenia dem Bergbau Vorrangstellung. Es stützt sich dabei auf eine potenziell höffige Rohstoff-Geologie (Ag, Kohle, Fe, Co, Ti, Nb, SEE, Soda, Flußspat) mit gutem luftgestütztem Erkundungsgrad; einer ambitionierten Bergbausektorreform (Enactment of progressove mining law) zur Stärkung des Lizenzvergabeprozesses und einer Verbesserung der geologische Datenbasis. Dabei sieht sich der Chef des Kenianischen Bergbaus allen Bergbaugrößen verpflichtet, Kleinbergbau, bis hin zu mittel- und großen Unternehmen.

Dr. Reimer erwiderte die freundliche Offerte und kündigte für 2017 eine Informationsveranstaltung sowie eine deutsche Delegationsreise nach Kenia an. Interessenten melden sich bitte vorab unter diesem Link. Beim abschließenden Essen zeigte sich der Minister und sein Team als ein offenherziger Freund nicht nur der deutschen Küche sondern auch der Kooperation mit Deutschland im Ganzen. Danke - Asantni sana!

 

Kontakt

Die Fakultät für Bauingenieurwesen/Architektur der HTW Dresden Prof. Ulrike Feistel hat die Projektleitung und stellt weitere Informationen zum Projekt CEMEREM zur Verfügung.

https://www.htw-dresden.de/news-2016/article/erster-bergbaustudiengang-in-kenia.html