Der 4. Sächsische Geothermietag - Erdwärme im winterlichen Marienberg
Bei Schnee und eisgekühltem Sekt nahmen Vertreter des Bauherren, der Planer und Förderer sowie zahlreiche geladene Gäste die Erdwärmeanlage Aqua Marien der Stadtwerke Marienberg in Betrieb. Das war die Auftaktveranstaltung des 4. Sächsischen Geothermietages, der mit einem Spezial zum Thema Bergbau und Geothermie dieses einmalige Pilotprojekt im Freistaat Sachsen umrahmte. Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller fanden trotz Wintereinbruchs im Erzgebirge über 160 Teilnehmer den Weg nach Marienberg
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Welches Potenzial halten ober- und unterirdische Fließgewässer zur Erdwärmegenerierung bereit ? Welche Kosten und Aufwendungen sind damit verbunden ? Wie wirtschaftlich sind diese Wärme- und Kältequellen nutzbar, und inwieweit lassen sich Synergieeffekte aus bestehenden Infrastrukturen, wie Kanalisation oder Felddränage, erzielen, und welche rechtlichen Rahmenbedingungen fördern eine Nutzung oder stehen ihr entgegen ? Auf diese Fragen und mehr gaben kompetente Vertreter des breiten Mitgliederspektrums des GKZ aus Wirtschaft, Wissenschaft und Fachbehörden Antwort.
Lesen Sie hier das Grußwort des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Professor Dr. Roland Wöller.
Aufgrund der regen Nachfrage wurde auch dieses Jahr wieder ein Seminar mit einer offenen Podiumsdiskussion zum Thema Ökonomie, Recht, Qualitätssicherung und den physikalischen Grundlagen der angewandten Geothermie angeboten - eine bewährte, zertifizierte Bildungsreihe des GKZ, nicht nur für den Endverbraucher und fachlich Interessierten. Hier können Sie das Redemanuskript zum Thema "Recht" herunterladen. gkz-ev.de/seminarbeitrag-quot-recht-quot-des-saechsischen-geothermietag-marienberg
Zunächst referierte Professor Reinhard Schmidt, Präsident des Sächsischen Oberbergamtes Freiberg und Vorstand des GKZ, in seinem Plenarvortrag über einen seiner Amtsvorgänger, Friedrich Freiherr von Trebra, der vor 140 Jahren in Marienberg die Stelle des Bergmeisters antrat und damit – nicht nur dem Marienberger Bergbau – zu neuer Blüte führte. Schmidt, ein ausgewiesener Kenner der Materie, führte die interessierten Zuhörer durch das Leben dieses berühmten Bergmannes, der mit Herder, von Oppel, Goethe und vielen anderen bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit in regem Austausch stand und davon über 14 Jahre in Marienberg wirkte – sehr zum Wohle der Stadt !
10 Aussteller begleiteten die Veranstaltungen über beide Tage.
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Aber was wäre ein Sächsischer Geothermietag ohne den gesellschaftlichen Rahmen. Hier hielten die Veranstalter an historischem Ort ein besonderes Schmankerl bereit: eine Befahrung eines Pferdegöpels mit einer zünftigen Bergmannsmahlzeit im weihnachtlichen Ambiente des Rudolphschachtes Lauta. Nicht erst durch die vom erzgebirgischen Kräuterweibl verabreichten Schnäpse lösten sich bei den 45 begeisterten Teilnehmern die Zungen zum persönlichen Kennenlernen und Ideenaustausch.
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Der Sächsische Geothermietag in Marienberg im Rückblick - Kaleidoskop:
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Thomas Wittig, Bürgermeister der Stadt Marienberg, bei der Eröffnungsfeier und zusammen mit Herrn Manfred Hunger, Geschäftsführer der Stadtwerke Marienberg, bei der Inbetriebnahme der Erdwärmeanlage Aqua Marien.
Professor Dr. Schilka, Produktionsleiter bei GEOMIN und Vorstand des GKZ, empfahl eine Bewertung bergbaulicher Erdwärmepotenziale in Sachsen.
Dr. Klaus Jeschke vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft übermittelte das Grußwort des Ministers und würdigte in seiner Ansprache den Sächsischen Geothermietag und die Arbeit des Geokompetenzzentrum Freiberg als wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Geothermie als eine der ausgereiftesten und sinnvollsten regenerativen Energien. Er begrüßte die Zusammenarbeit der Fachbehörden des Freistaates mit dem GKZ und empfahl eine Festigung der Beziehungen durch den Abschluss weiterer Kooperationsvereinbarungen.
Frau Barabara Zschätzsch, Dresdner Grundwasser Consult GmbH, lenkte mit einer fundierten Betrachtung zur Klimatisierung urbaner Gebiete mittels Grundwasser auf ein neues Themenfeld, das auf einem der kommenden Sächsischen Geothermietage näher betrachtet werden soll.
Tagungslichtblicke: Alte und neue Teilnehmer sowie Aussteller – der Sächsische Geothermietag bot den Teilnehmern aus 7 Bundesländern und neun Branchen das passende Umfeld im regionalen bis internationalen Kontext.
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Ausblick:
Auch 2008 wird es einen Sächsischen Geothermietag geben: In Zusammenarbeit mit der IHK Südwestsachsen lädt der GKZ Freiberg e.V. Anfang Oktober 2008 nach Plauen. Im Herzen des Vogtlandes , im Schnittpunkt von Sachsen, Bayern und Thüringen.
Interessenbekundungen zur Teilnahme als Redner, Aussteller oder Fachbesucher richten Sie bitte an: wolfgang.reimer@gkz-ev.de
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