Aber wo liegt im Wettbewerb mit anderen Energieträgern die Zukunft der Geothermie ?
Auf der zweitägigen Tagung wurden hierzu besonders innovative und zukunftsweisende Anwendungen aber auch Problemstellungen vorgestellt. Zentrales Thema war die Einbindung von Erdwärmeanlagen in die Energiespeicherung von Erneuerbaren Energien sowie die Nutzbarmachung von urbaner und montaner Infrastruktur zur Generierung und Speicherung von Erdwärme sowie Abwärme.
Hierfür steht die Montanregion Mitteldeutschland. Sie steht aber auch für völlig neue Konzepte in der Nutzbarmachung der Tiefengeothermie zur Verstromung von Erdwärme, wie zum Beispiel die im Freistaat Sachsen geplante petrothermale Tiefbohrung, - es wäre die erste dieser Art im gesamten Bundesgebiet. Die über 110 Teilnehmer erfuhren den Planungsstand und darüber hinausgehende Aktivitäten, die für Mitteldeutschland zukunftsweisend sind. In diesem Kontext erwies sich der Themenblock "Nachfolgenutzung von Bergbauinfrastruktur und Bergbauwässern" als Schrittmacher auch für die oberflächennahe Geothermie. Auch hierfür stand der Tagungsort, das Zwickau-Oelsnitzer Steinkohlerevier: hier testet in einem großen Pilotvorhaben der Freistaates Sachsen die zukünftige energetische Nutzung von Flutungswässern. Dieses Projekt und ähnliche Vorhaben in Freiberg knüpfen damit an die zahlreichen Aktivitäten des Ruhrgebietes in diesem Bereich an und stellen eine der Grundlagen für die enge Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen dem Geokompetenzzentrum und dem GtV Bundesverband Geothermie dar, so Geschäftsführer GtV Dr. Rolf Schiffer in seinem Grußwort. Die beiden Vereine wollen in Zukunft noch intensiver zusammenarbeiten und die Aktivitäten in Mitteldeutschland bündeln. Hierzu laufen Gespräche über die Etablierung eines Regionalforums Mitteldeutschland des GtV Bundesverbandes Geothermie beim Geokompetenzzentrum Freiberg e.V.
Hier finden Sie das Programm des 9. Sächsischen Geothermietages

