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Geothermie im Spannungsfeld energiepolitischer und technologischer Entwicklungen - 12. Sächsischer Geothermietag zieht Bilanz

Im Mittelpunkt stand dabei die geplante Petrothermale Tiefbohrung im Sächsischen Schneeberg, mit der Sachsen im Bund neue Wege in der Wärme und Stromerzeugung gehen kann. Leiter AG Geothermie im GKZ, Professor Steffen Wagner unterstrich dabei in seinem Plenarvortrag "Was ist uns Geo-Forschung heute noch wert? - Zehn Argumente für ein Tiefengeothermieprojekt im Freistaat Sachsen" die Grundsätzlichkeit einer Forschungsbohrung und verwies auf die Notwendigkeit von drittmittelfinanzierter Grundlagenforschung. Diese selbst stünde nicht im gesellschaftlichen Dissenz, sondern ihre technisch-wirtschaftlchen Umsetzungen. Eine Forschungsbohrung eröffnete zudem unter weitaus geringerem ökonomischen Druck Tiefenaufschlüsse für eine Vielzahl geowissenschaftlicher Disziplinen.

Holger Barchmann von den Dresdner Stadtwerken DREWAG verwies auf die Einkopplung gewonnener Heizenergie in das bestehende Fernwärmenetzt und die Anforderungen einer Tiefenbohrung bezüglich der auf Bodenschwingungen hochsensiblen Hightec-Industrie Dresdens, lösbare Aufgaben. Christian Micksch von der Sächsischen Energieagentur SAENA machte die Bedeutung der Ressourceneffizienz als bestmöglichen Beitrag zur Erreichung des hochambitionierten Klimaplans 2050 fest, in dem ein Ausbau von EE im Strommarkt von über 95% eine fast unerreichbare Messlatte darstelle. Werner Bohnenschäfer vom Leipziger Institut für Energie GmbH erläuterte die Herausforderungen der Oberflächennahen Geothermie in der Umsetzung der EnEV 2016 in Bezug zu den Vollkostenentwicklungen.

Vor noch größeren technologischen Herausforderungen zeigt sich der Kältmarkt, in dem gegenwärtig 15% der Elektroenergie verbraucht werden, wie Dr. Olaf Hempel vom Institut für Luft- und Kältetechnik aufzeigte.

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