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Mitteldeutscher Natursteintag ist erwachsen geworden

Dazu trug auch das ansprechende Ambiente im Fürstensaal des Oberen Schlosses in Greiz bei, mit dem reizvollen Nebeneinander von sorgsam restaurierten Räumlichkeiten und Baustellenflair. So konnten die Tagungsteilnehmer unter fachgerechter Führung „hinter die Kulissen“ schauen und sich am Objekt informieren.

Die Tagung wird zunehmend auch als Kontaktbörse und regelmäßigen Fachaustausch genutzt, wie die wachsende Gemeinde an Stammteilnehmern zeigt. Dabei durfte der zünftige Ausklang in der Greizer Brauerei, auch zum „Kräfte-Schöpfen“ für den folgenden Exkursionstag nicht fehlen.

Dieses Jahr spiegelten die Referate einen ansprechenden Querschnitt durch vielfältige Stein-Themen wider: Das Repertoire reichte von Technikneuheiten über Schadenserfassungssysteme, Gefahren aus gipsbelastetem Mauerwerk sowie Gestaltungsvorschläge mit Naturstein im urbanen Raum.

Der Mix aus Firmenbesuchen, Steinbruchbesichtigungen und Stadtrundgängen traf die Erwartungshaltung der Teilnehmer. Als ein besonderes Highlight stellte sich dabei der Besuch der Firma Lithodekor in Netschkau heraus. Dort werden unter Nutzung einer modernen Produktionsform etwa 3 bis 4 mm dünne Steinplatten hergestellt, die auf einen leichten, aber sehr tragfähigen Untergrund aufgebracht werden und sich so für Fassaden- und Deckenverkleidungen mit Naturstein hervorragend eignen.

Über die Leistungsfähigkeit und Produktvielfalt des Theumaer Schiefers informierten sich die zahlreichen Fachteilnehmer wie interessierten Laien ebenso wie über Verwendbarkeit des Wildenauer Granits im Umfeld globaler Konkurrenz. Rundgänge in Greiz und Plauen speziell zum verbauten Naturstein rundeten das Programm auch im Hinblick auf die reiche Kultur- und Baugeschichte der Region ab.

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Fotos: Plura, GKZ