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Thüringen steinreich – der 2. Mitteldeutsche Natursteintag zu Gast in Gotha und Bad Langensalza

 

Thüringen steinreich – der 2. Mitteldeutsche Natursteintag zu Gast in Gotha und Bad Langensalza

Gekommen waren etwa 45 Interessierte aus dem einschlägigen Handwerk, aber auch Planer, Sachverständige, Architekten und Fachanwälte. Das Programmangebot reichte vom baugeschichtlichen Überblick über die Verwendung von Karbonatgesteinen in Kunst und Architektur der vergangenen 1000 Jahre bis hin zur Gegenwart speziell der Thüringer Natursteinvorkommen und deren Einsatzmöglichkeiten im Außen- und Innenbereich.

 

 

Den unmittelbaren Praxisbezug zum Gehörten bot ein Rundgang durch die Betriebseinrichtungen der Firma TRACO, die mit den hochmotivierten Teilnehmern aus nah und fern auf ihr 100 jähriges Bestehen zurückblickte

  

Besondere Aufmerksamkeit mit dem Wunsch einer zweiten Auflage erfuhr die Podiumsdiskussion zur Ausschreibung und Abrechnung restauratorischer Arbeiten.  

 

   

 

Für die meisten Leistungen der Baugewerke gibt es Standardleistungstexte, welche eine klare Abrechenbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Leistungen für den Planer, Bauherren und Ausführenden gewährleisten. Für Restaurierungsarbeiten liegen solche Textbausteine jedoch nicht vor. Welche Schwierigkeiten, Unsicherheiten und rechtlichen Konsequenzen daraus bei den in der Denkmalpflege Beteiligen entstehen können, wurde der gelungenen Moderation von Marc Aßmann, PRONAG GmbH Dresden, lebhaft und vielschichtig im Podium wie Zuhörerschaft diskutiert. Restaurator Scheidemann verwies darauf, dass die Fachgruppe Thüringen bereits einen solchen Modellkatalog für restauratorische Leistungen erstellt hat. Dr. Stefan Winghart, der Leiter des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege, betonte, dass vor allem den restauratorischen Voruntersuchungen besonderes Augenmerk und Förderung eingeräumt werden solle. Dies könne eine mögliche Diskrepanz zwischen geschätzten und tatsächlichen Kosten mindern helfen.

Der Tagungsbeitrag von Dr. Ralf Kownatzki als Sachverständiger bündelte eine Fülle von Erkenntnissen aus Schadensfällen und Lösungsvorschlägen zu nutzungsspezifischen Anwendungsprofilen von Naturstein im Außenbereich. Die regen Nachfragen aus dem Publikum lassen auch hier eine Fortsetzung erwarten.

Ein kulturelles Intermezzo zwischen den beiden Tagungsorten bot die Nachtschwärmerei in Begleitung einer "Hofdame" durch Schloss Friedenstein in Gotha, und in der Hotelbar hallte noch lange das Steinmetzlied nach...

             

Für 2008 wird die dritte Auflage des Mitteldeutschen Natursteintages in der Lausitz stattfinden als Honoration an „100 Jahre Sächsische Steinmetzschule Demitz-Thumitz“.

Interessenten melden sich bitte bei der Geschäftsstelle des GKZ; Anregungen sind gern willkommen !