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"Wege zu Glas und Granit" - GKZ arbeitet mit an einer Erlebnisroute zwischen Riesengebirge und Lausitzer Bergland

 

 

Die Gemeinden des sächsischen Demitz-Thumitz und polnischen Piechowice verbindet außer den langjährigen Kulturtraditionen (über 100 Jahre Granitabbaugeschichte in Demitz-Thumitz und mittelalterliche Glasgeschichte in Piechowice) ein gemeinsames Element, welches sie auf dem Fördergebiet des Programms der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Polen-Sachsen auszeichnet – es ist Tourismusentwicklung, auf sog. Themendörfer stützend, also Darstellung der touristischen Vorteile der Region durch kulturelle und historische Traditionen. Die handwerkliche, industriegeschichtliche Prägung der Gemeinden bedingte die Entstehung einer einzigartigen, thematischen Kulturlandschaft, die touristisch bisher nicht genutzt wird.

Das gemeinsame Projekt der Stadtgemeinde Piechowice und der Gemeinde Demitz-Thumitz hat zum Ziel:

  • Entwicklung eines gemeinsamen, grenzüberschreitenden Tourismusangebotes
  • Belebung des Fremdenverkehrs auf deutsch-polnischem Grenzgebiet
  • Verbesserung der touristischen Infrastruktur beider Gemeinden

Das Innovative am Projekt ist Verbindung der Thematik von Glas und Granit, um den Einwohnern, Touristen, Institutionen einen reichen geographischen und kultur-geschichtlichen Raum zur Verfügung zu stellen, der sich auf das Konzept der Themendorfentwicklung stützt und außerdem so gestalterisch und erlebnisoffen zu mehr Rohstoffbewußtsein beizutragen.

Das grenzüberschreitende, zweijährige Projekt begann am 19.09.2011 mit einem Treffen von Vertretern der Gemeinden Piechowice (Riesengebirge, Polen), Demitz-Thumitz und dem Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. Gemeinsam werden die gemeinsamen Wurzeln der handwerlich-industriellen Herstellung von Glas und Granit in Aktiv- und Erlebnisräume überführt. In Demitz-Thumitz wird die ehemalige Steinschleiferei Mildner im Ortszentrum zu einem Erlebnismuseum umgebaut. In Piechowice entsteht in Nachbarschaft der einzigen noch aktiven Glasbläserei ein "Gläserner Garten." Der Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. zeichnet sich vor allem in der Koordination sowie begleitender Faktoren wie einer verbindenden Route zu Glas und Granit zwischen dem Riesengebirge und dem Lausitzer Bergland verantwortlich.